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Zahnpflegemythen: Welche gibt es und was hilft wirklich bei der Pflege von Zähnen und Zahnfleisch

19. Mai 2022

Rund um das Thema Zahnpflege ranken sich zahlreiche Mythen und Irrglauben, die sich hartnäckig verbreiten und halten. Das erleben wir in unserer Würzburger Zahnarztpraxis regelmäßig. Hinzu kommt, dass viele gängige Meinungen zur Dentalhygiene gerne von einer Generation an die nächste weitergereicht werden. Was gut gemeint – und auch ein bisschen bequem – klingt, ist leider nicht immer auch gut im Sinne der Zahngesundheit. Was ist also „Zahnwissen“ und was ein „Zahnmythos“? Als erfahrene Experten klären wir auf, was an diesen Zahnmythen dran ist und was ins Reich der Märchen gehört.

 

1. Schlechte Zähne sind erblich

Es ist ein häufig ins Feld geführtes Argument: „Für meine schlechten Zähne kann ich nichts, die habe ich von meinen Eltern.“ Zwar können die Gene der Eltern Zahnfehlstellungen und die optischen Merkmale unserer eigenen Zähne bedingen, doch mit der Entstehung von bakteriellen Krankheiten wie Karies und Parodontitis haben sie nur wenig zu tun. Trotzdem können Eltern die Zahngesundheit ihrer Kinder beeinflussen. Nämlich durch die Ess- und Zahnpflegegewohnheiten, die sie uns in der Kindheit mitgeben. Wer unter Parodontitis oder Karies leidet, sollte also nicht seine Gene verteufeln, sondern lieber seine Zahnpflege sowie seine Ernährungsweise überdenken. Gerne geben wir Ihnen Tipps, wie Sie Ihre persönliche Zahn- und Mundpflege optimieren können.  

2. Eine Minute Zähne putzen reicht aus

Wer schon einmal eine professionelle Zahnreinigung in unserer Würzburger Zahnarztpraxis in Anspruch genommen hat, weiß, dass dieser Zahnmythos nicht wahr ist. Im Gegenteil: Neben einem gründlichen, mehrminütigen Zähneputzen mit der Bürste zweimal am Tag gehören auch die Verwendung von Zahnseide, die Zungenreinigung und gegebenenfalls die Verwendung von Interdentalzahnbürsten zu einer sorgfältigen Zahnpflege. Als Experten für Zahngesundheit wissen wir, dass dies kaum in einer Minute zu erledigen ist, und empfehlen als Minimum die gängige „2x2 Formel“: zweimal täglich je zwei Minuten Zähneputzen.

3. Um die Zähne gründlich zu reinigen, sollte man fest schrubben

Auch dies gehört zu den Zahnmythen. Wer bei der Zahnpflege zu hohen Druck mit der Zahnbürste aufbaut, kann sowohl den Zahnschmelz beschädigen als auch sein Zahnfleisch verletzen. Wichtiger ist, dass Sie ausreichend lang und an allen Stellen der Zähne putzen. Als erfahrener Zahnarzt aus Würzburg rate ich Ihnen außerdem, die richtige Zahnbürste zu verwenden. Im Normalfall, also wenn keine Erkrankung des Zahnfleischs vorliegt, ist eine Bürste mit mittelharten Borsten zu empfehlen.

Auf die richtige Putztechnik kommt es ebenfalls an, damit neben Speiseresten auch bakterieller Zahnbelag, die sogenannte Plaque, gründlich entfernt werden kann. Als besonders effektiv gilt die „Rot-Weiß-Putztechnik“: vom Zahnfleisch in Richtung Zahn putzen. Dabei die Zähne mit kreisenden Bewegungen und sanftem Druck reinigen. Nur die Kauflächen werden waagrecht geputzt.  

4. Nach dem Essen Zähne putzen nicht vergessen

Im Idealfall sollte man sich nach jeder Mahlzeit die Zähne putzen – oder nicht? In der Tat kommt es drauf an. Das hängt mit der Wirkung mancher Lebensmittel auf den Zahnschmelz zusammen. Insbesondere säurehaltige Lebensmittel wie Obst oder Softdrinks können den Zahnschmelz kurzzeitig aufweichen. Putzt man direkt im Anschluss die Zähne, kann die Reibung der Zahnbürste den Zahnschmelz beschädigen und so mehr schaden als helfen. Aus diesem Grund ist Zähneputzen nicht nach jeder Mahlzeit ratsam.
Das zweimalige, gründliche Zähneputzen vor dem Zubettgehen und nach dem Aufstehen oder Frühstücken hat sich bisher bestens bewährt.

5. Zahnpflegekaugummis ersetzen das Zähneputzen

Dies gehört zu den Zahnmythen, die von Herstellern von Zahnpflegekaugummis gern propagiert werden. Ein Zahnpflegekaugummi zwischendurch, beispielsweise unterwegs nach dem Mittagessen, kann nicht schaden. Er reinigt grob die Zähne und regt den Speichelfluss an, wodurch schädliche Säuren neutralisiert und der Zahnschmelz remineralisiert wird. Kaugummi ersetzt aber keinesfalls das tägliche Zähneputzen. In unserer Würzburger Zahnarztpraxis empfehlen wir Zahnpflegekaugummis deshalb nur als zusätzliche, nicht aber als ersetzende Maßnahme.

6. An apple a day keeps the dentist away

Falsch. Es gehört zu den Zahnmythen und -legenden, dass harte Lebensmittel, wie Äpfel oder Karotten, die Entstehung von Karies verhindern. Zwar können grobe obere Beläge, insbesondere an den großen Flächen durch das Kauen abgerieben werden, doch die Essenreste und Plaque-Ansammlungen in den Zwischenräumen werden so nicht entfernt. Äpfel enthalten zudem noch Fruchtzucker und Säure. Sie sind dadurch sogar eher schädlich für die Zahngesundheit. Was tatsächlich zu langanhaltend schönen Zähnen führt, ist eine regelmäßige und gründliche Zahnpflege. Neben der täglichen Reinigung gehört dazu auch der regelmäßige Besuch in unserer Würzburger Zahnarztpraxis. Durch prophylaktische Kontrolltermine und halbjährliche professionelle Zahnreinigungen können wir Ihre Zahngesundheit am besten sicherstellen. Kontaktieren Sie uns für einen Termin.

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